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| Der Maxhof - Gasthaus und Stadtteil
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Bereits am beginnenden 19. Jahrhundert wurde der Name Maxhof das erste Mal erwaehnt. Damals erwarb ein Parkmeister
das Forstenrieder Jagdschloss und das angeschlossene Fasanenhaus vom Kurfuerst Max Emanuel. Max Anton Jaegerhuber,
so der Name des Parkmeisters, ließ das verfallene Fasanenhaus abreissen und errichtete an gleicher Stelle ein Anwesen
mit Garten und Park. Dieses Anwesen wurde nach und nach vergroessert und 1804 wurde es zum Gut “Maxhof“. Bis zum
Ende des 19.Jahrhunderts wechselte der Besitzer unzaehlige Male. Der Maxhof wurde damals noch als Einoedhof
bezeichnet, weil weit und breit noch keine Besiedelung war.
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| 1904 war es endlich soweit - der erste Bauantrag für ein Holzhaus in der neuen
Siedlungskolonie “Maxhof“ wurde eingereicht und genehmigt. 1912 wurde das Dorf Forstenried und die
dazugehoerende Siedlung Maxhof von Muenchen eingemeindet. Von da an ging es recht zuegig mit der Bebauung voran.
Da die Grundstücke recht preiswert zu haben waren, siedelten sich hauptsaechlich Familien und schlecht bezahlte
Arbeiter an. Die Chronik weiß von einem bemerkenswerten Zusammenhalt der Siedler der “ersten Stunde“ zu
berichten, die sich damals um Alles alleine kümmern mussten. Bereits 1923 wurde der frühere Gutshof zu einer
Gaststätte mit Saal umgebaut. 1925 richtete die Reichspost eine Omnibuslinie ein, welche im Hof der Gaststätte
seine Endstation hatte. |
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Von da an ging es mit der Beliebtheit der Einkehr “Maxhof“ steil bergan. Das Gasthaus
wurde zu einem beliebten Ausflugsziel. Vereine und Burschenschaften von ganz Muenchen kamen zu Sommerfesten,
Maibaumfeiern und Kegelveranstaltungen. Auch die ansaessigen Vereine (und dies waren laut Chronik eine ganze Menge)
nutzten den Saal und den Wirtsgarten für alle Arten der Veranstaltungen. Da es damals weder Rundfunk noch Fernsehen
gab und die Verbindung in die Stadt umstaendlich war, waren diese Veranstaltungen gern gesehene und gut besuchte
gesellschaftliche Ereignisse. Laermbeschwerden der Anwohner wie sie leider heutzutage öfter vorkommen, waren damals
vollkommen undenkbar. |
| Langsam und stetig wuchs die Siedlung Maxhof und auch die Gaststätte wurde vergrößert,
damit im Saal auch Theatergruppen spielen konnten. Waehrend des zweiten Weltkrieges wurde der Saal als Lager fuer
Luftschutzgeraet, Kuebelspritzen, Loeschsand und dergleichen zweckentfremdet. Im Wirtsgarten wurde ein Behelfsgarten
errichtet, in dem die Frauen und die Jugend für den Luftschutz ausgebildet wurden. Nach den Wirren des Krieges
ging es mit der Gaststaette wieder bergauf. Der Maxhof war wieder Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens der
Siedlung. Sogar die Münchner Lach- und Schießgesellschaft nutzte den Saal für Ihre Auffuehrungen. 1945 wurde der
Wirtsgarten und die Einkehr Maxhof - Schauplatz für Veranstaltungen und Zusammenkuenfte aller Art über 25 Jahre
lang - abgeteilt und bebaut. 1955 wurde das Anwesen an die Spatenbrauerei verkauft, die in der Folge ein Salettl
anbauen ließ. |
| 1967 wurde der Saal zu einer Diskothek (Maxhof-Casino) umgebaut, die sogar einmal
Schauplatz für einen Derrick-Krimi war. Zu dieser Zeit war aber die beste Zeit der Gaststätte schon vorbei.
So war es nur allzuverständlich, daß die Spatenbrauerei das Grundstück wirtschaftlicher nutzen wollte. Im
Frühjahr 1991 wurde die bestehende Gaststaette und alle Nebengebaeude abgerissen und in der jetzigen Form neu
bebaut. Von der ursprünglichen “Gartenstadt Maxhof“ verblieb nur noch die Maxhofstraße. Kleine Haeuschen und
Behelfsunterkuenfte, die man auch heute noch vereinzelt in einigen Gaerten sehen kann, erinnern an den Ursprung der
Siedlung, die einst weit aus der Stadt auf mageren Schafsweiden gegruendet wurde, um armen Leuten Naehrland und
Unterkuenfte zu verschaffen. |
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Wir wünschen Ihnen vergnügliche Stunden im Maxhof und einen guten Appetit.
Der Wirt und sein Maxhof - Team.
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